Zitate

 
Nur Frau zu sein macht doch nicht sensibler.
Whoopi Goldberg

Ich bin schon unsicher, ob ich einer Frau nun in den Mantel helfen soll oder nicht.
Wolfgang Tuschmann, Restaurator

Leider ist es immer noch so, dass eine Frau, die es in Politik oder Beruf zu etwas bringen will, doppelt so gut sein muß wie ein Mann.
Helmut Kohl

Auch wenn eine Ehefrau nicht berufstätig ist, kommt sie oft billiger als eine Haushälterin.
Johannes, Architekt

Ich komme nach Hause, räum noch die Spülmaschine aus, lege Linus´KLamotten zusammen und wundere mich, dass ich irgendwann vor Müdigkeit zusammenbreche.
Anstatt zu sagen: Wunderbar, hier ist es dreckig, ich sehe scheiße aus, aber mir geht es gut.
Muriel Baumeister

Man kann, darf einer Arbeit ansehen, dass sie von einer Frau ist, aber das sollte nicht primär sein. Kunst ist einfach Kunst, egal ob von Mann oder Frau.
Sarah Krisch, Lyrikerin

Schuldgefühle hatte ich, wie alle berufstätigen Mütter. Aber da hat mir mein Mann sehr geholfen, der meinte, er müsse dann genauso welche haben.
Jutta Limbach, Verfassungsrichterin

Die meisten Mütter von Schulkindern sind im Nebenberuf Hauslehrerin.
Prof. Helge Pross, Soziologin

„Weil das Kinderkriegen und Erziehen- bis jetzt- in der Ökonomie keinen messbaren Gewinn abwirft, glänzt es nicht auf dem Markt der Eitelkeiten und öffentlichen Aufmerksamkeiten, außer man versucht es als das Produkt `Kind` oder ´Muttersein`(z.B. am Muttertag) zu vermarkten.“
Ingrid v. Krosigk*

„Frauen mit Kindern sind nicht so effizient wie Frauen ohne Kinder. Dabei tragen und leben Mütter weiche Werte und haben einen großen Erfahrungsschatz an Menschenführung. Für eine Gesellschaft, die auf Leistung und Effizienz ausgerichtet ist, eigentlich eine gute Ergänzung. Sind es nicht gerade die Werte, die Menschlichkeit ausmachen?“
Natalie Kuhn, 2 Kinder und Tagesmutter*

 
   
   
„Schon in der Schwangerschaft wollte kein Arbeitgeber glauben, dass ich als werdende Mutter bereit und fähig war, besonders engagiert zu arbeiten. Fatal bleibt hier in unserem Land das doppelte Misstrauen mir gegenüber als Arbeitskraft und Mutter. Weltfremd, wer sich ernsthaft wundern kann, dass wir in diesem Land nur so wenig Kinder bekommen! Wir Mutterfrauen, Vätermänner balancieren stets an zwei Abgründen.
Die Gesellschaft bietet kein Geländer...“
Caroline Vongries, 2 Kinder*

„Ich will, dass wir alle, dass die Gesellschaft, in der ich lebe, meine, unsere Kinder als ihren größten Wert erkennt, würdigt und bereit ist, mit ihnen und uns Elternmenschen zu leben, Halt zu bieten. Kinder verbinden uns im Engagement um eine menschlich(er)e Welt.“
Caroline Vongries*

„In zweierlei Hinsicht ist Deutschland also einzigartig: In kaum einem anderen europäischen Land verzichten so viele Frauen dauerhaft aufs Kinderkriegen. Sofern sie aber überhaupt noch Mütter werden, steigen sie solange wie nirgends sonst in Europa aus dem Erwerbsleben aus.“
Aus „Die Kunst, in Deutschland Kinder zu haben“ von Karen Pfundt

„An dieser Stelle gehört eine Klarstellung: In diesem Buch wird vor allem von der alten Bundesrepublik die Rede sein. Die Ostdeutschen ticken nämlich in Sachen Familie und Kinderkriegen ganz anders als die Westdeutschen.
Den meisten ist noch heute, knapp anderthalb Jahrzehnte nach dem Zusammenbruch der DDR, die Vorstellung fremd, der Kinder wegen auf den Beruf oder des Berufs wegen auf Kinderglück zu verzichten.“
Aus „Die Kunst, in Deutschland Kinder zu haben“ von Karen Pfundt

„Es gilt...den Westen aus seinem Status als “Entwicklungsland der Kinderbetreuung“ herauszuholen.
Nachdem westdeutsche Kommunen über “drei Jahrzehnte ihre Prioritäten zu Gunsten von Mehrzweckhallen gelegt haben“ müsse nun mehr Geld in die frühkindliche Erziehung und in eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf fließen.“
Renate Schmidt
Diskussion zum Gesetzentwurf über den bedarfsgerechten Ausbau der Kinder-Tagesbetreuung 28.10.2004

 
   
   
* Zitate aus: VISION 19 Sinnliche Vernunft(19. Heft 24.Juni 2004)
Zeitschrift für wertgebendes Gestalten in der Gesellschaft
Hrsg.: Ingrid v. Krosnigk; Schloss Theatrum Herberge Hohenerxleben Stiftung.